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20 Jahre Lokwelt Freilassing

BAYERN REGIONAL NEWS DER REGIONALE PULS - UNABHÄNGIG. AUTHENTISCH. VOR ORT. REGION | FREILASSING | JUBILÄUMSVORSCHAU 20 Jahre Lokwelt Freilassing: Zwei Tage Volldampf, Erinnerungen und Eisenbahn zum Anfassen Unter dem Motto "Abenteuer Eisenbahn für alle Generationen" feiert das Eisenbahnmuseum am 19. und 20. September 2026. Modellbahnen, Drehscheibe, Parkbahn, DB-Fundsachenversteigerung, eine besondere Abendöffnung und die Übergabe eines historischen Rottenwagens machen das Wochenende zu weit mehr als einem gewöhnlichen Museumsbesuch. Von Bayern Regional News | Recherchestand: 8. September 2026 19. + 20. SEPTEMBER 2026 | 10 BIS 17 UHR | LOKWELT, WESTENDSTRASSE 5 Freilassing. Wenn sich historische Lokomotiven, filigrane Modellbahnen, eine dampfende Parkbahn und eine bis heute funktionsfähige Drehscheibe an einem Ort begegnen, wird aus Technikgeschichte ein Erlebnis. Genau das soll am Samstag, 19. September, und Sonntag, 20. September 2026, in der Lokwelt Freilassing geschehen. Das Eisenbahnmuseum feiert seinen 20. Geburtstag - und lädt unter dem Motto "Abenteuer Eisenbahn für alle Generationen" zu einem großen Jubiläumswochenende ein. Gefeiert wird an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr auf dem gesamten Gelände. Am Samstag folgt von 19 bis 22 Uhr mit "Nachts im Museum" eine besondere Abendöffnung. Damit verbindet die Lokwelt Rückblick und Zukunft: Sie zeigt, wie eng Freilassings Entwicklung mit der Eisenbahn verbunden ist, und macht zugleich deutlich, dass ein Museum dann lebendig bleibt, wenn Menschen seine Geschichte weitererzählen, Technik erhalten und neue Generationen zum Staunen bringen. Vom Bahnbetriebswerk zum kulturellen Wahrzeichen Die Lokwelt steht nicht zufällig in Freilassing. Die Stadt wurde durch die Eisenbahn geprägt wie nur wenige Orte der Region. Bereits 1860 ging die Bahnstrecke München-Salzburg in Betrieb. Der Rundlokschuppen entstand zwischen 1902 und 1905 direkt an dieser wichtigen Verbindung. Er war Teil eines größeren Bahnbetriebswerks mit Werkstätten, Montagehalle, Verwaltungsgebäude und eigenem Elektrizitätswerk. Die heute noch vorhandene Drehscheibe wurde 1924 mit einem Durchmesser von 23 Metern eingebaut. bayregnews.de Über Jahrzehnte war das Areal Arbeitsplatz, technisches Zentrum und ein Stück Alltag der Eisenbahnerstadt. In den 1970er- und 1980er-Jahren waren nach Angaben der Lokwelt mehr als 1.000 Menschen bei Bahnhof, Bahnbetriebswerk, Bahnmeisterei und Fahrleitungsmeisterei beschäftigt. Als das Bahnbetriebswerk 1994 aufgelöst und 1998 auch die Lehrwerkstätte geschlossen wurde, endete eine prägende Epoche. Zugleich stellte sich die Frage, was aus dem historischen Ensemble werden sollte. Die Antwort war mutig: erhalten statt abreißen, öffnen statt vergessen. Nach einem positiven Bürgerentscheid im Dezember 2002 erwarb die Stadt Freilassing 2003 das Gelände von der Deutschen Bahn und schloss einen Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Museum. 2004 wurde der Verein "Freunde des Historischen Lokschuppens 1905 Freilassing e.V." gegründet; zugleich begannen die Sanierungsarbeiten. Im April 2006 rollten historische Fahrzeuge aus der Sammlung des Deutschen Museums über rund 150 Kilometer Schiene von München nach Freilassing. Am 2. September 2006 öffnete die Lokwelt offiziell ihre Tore. Der damalige Freilassinger Bürgermeister Josef Flatscher bezeichnete die Lokwelt zur Eröffnung als wichtigen Teil der Identität der Stadt. Nach einem städtischen Rückblick nutzten rund 10.000 Menschen den damaligen Tag der offenen Tür. Was zunächst als außergewöhnliches Museumsprojekt begann, wurde damit auf Anhieb zu einem Publikumsmagneten. Ein Museum in authentischer Umgebung Heute werden 17 der 20 radial angeordneten Gleisstände museal genutzt; drei weitere dienen als Werkstätten. Historische Dampflokomotiven, Diesel- und Elektroloks, Wagen, Gleisbaumaschinen und Technikdetails stehen nicht in einer neutralen Halle, sondern dort, wo früher tatsächlich Lokomotiven gewartet, repariert und abgestellt wurden. Gerade diese Verbindung von Gebäude, Technik und Ortsgeschichte macht die besondere Atmosphäre der Lokwelt aus. Fast alle großen Exponate stammen aus der Sammlung des Deutschen Museums. Etwa ein Drittel von dessen Schienenfahrzeugen fand 2006 in Freilassing ein neues Zuhause. Trotzdem ist die Lokwelt keine Zweigstelle des Deutschen Museums, sondern ein Museum der Stadt Freilassing. Generaldirektor Michael Decker bringt die Bedeutung der Zusammenarbeit in einem Satz auf den Punkt: "Die Lokwelt Freilassing ist ein Glücksfall für uns." Ein wesentlicher Teil dieses Erfolges beruht auf ehrenamtlichem Einsatz. Die Freunde des historischen Lokschuppens übernehmen Führungen und Aufsichtsdienste, betreiben Modell- und Parkbahn und kümmern sich um historische Fahrzeuge. Die sogenannten Montagsmechaniker halten unter anderem Drehscheibe und Parkbahn in Schuss. Ohne dieses beständige Engagement ließen sich viele Angebote kaum dauerhaft aufrechterhalten. Das Jubiläumsprogramm: Groß und klein auf Schienen Das Programm des Festwochenendes richtet sich bewusst nicht nur an eingefleischte Eisenbahnfans. Familien, Technikinteressierte, Sammler, Geschichtsfreunde und neugierige Besucher sollen gleichermaßen angesprochen werden. An beiden Tagen sind acht Modul-Gastanlagen in unterschiedlichen Spurweiten angekündigt. Zu den besonderen Gastanlagen gehört die "Eulenschlucht" von Raffael Piccole aus Genua. Ergänzt werden die Miniaturwelten durch die hauseigene H0-Anlage und die LGB-Westernbahn. Bei der Handhebeldraisine ist Muskelkraft gefragt: Die Gäste bringen das Fahrzeug selbst in Bewegung und erleben unmittelbar, wie einfach und zugleich wirkungsvoll historische Bahntechnik sein kann. Für Kinder gibt es unter dem Titel "Mit Volldampf basteln und rätseln" eine Rätselrallye und weitere Aktionen. Die Parkbahn dreht ihre Runden - auch unter Dampf - und die alte Drehscheibe wird bei Demonstrationsfahrten wieder zum Mittelpunkt des ehemaligen Betriebswerks. Einen Rückblick im wörtlichen Sinne bietet die Ausstellung "Panoptikum Lokwelt - 20 Jahre Veranstaltungen, Begegnungen und Geschichten". Plakate aus zwei Jahrzehnten sollen zeigen, wie vielfältig sich das Haus seit 2006 entwickelt hat: vom Eisenbahnmuseum zum Veranstaltungsort, an dem neben Technikschauen auch Vorträge, Märkte, Theater und Musik ihren Platz gefunden haben. Ein Gewinnspiel sowie gastronomische Angebote der Metzgerei Winkelmair ergänzen das Programm; am Samstag ist außerdem die Gelateria Rizzardini mit ihrer Eis-Ape angekündigt. Samstag: Wenn vergessene Koffer unter den Hammer kommen Am Samstag gehört die große Fundsachenversteigerung der Deutschen Bahn zu den Höhepunkten. Ab 10 Uhr können die angebotenen Gegenstände besichtigt werden. Um 11 Uhr beginnt die Auktion, die voraussichtlich bis etwa 15 Uhr dauert. Versteigert wird, was Reisende in Zügen oder an Bahnhöfen zurückgelassen haben und nicht mehr abgeholt wurde - darunter erfahrungsgemäß Alltagsgegenstände, Kuriositäten und verschlossene Überraschungskoffer. Gerade die Koffer sorgen regelmäßig für Spannung, weil ihr Inhalt beim Zuschlag nicht vollständig bekannt sein muss. Wer mitbietet, sollte deshalb nicht nur auf ein vermeintliches Schnäppchen hoffen, sondern sich auch über die Bedingungen der Versteigerung informieren. Der Reiz liegt in der Mischung aus Auktion, Überraschung und der Frage, welche Geschichten sich hinter den Fundstücken verbergen könnten. Erstmals in dieser Form: "Nachts im Museum" Wenn der reguläre Festbetrieb am Samstag endet, ist der Jubiläumstag noch nicht vorbei. Von 19 bis 22 Uhr öffnet die Lokwelt zu "Nachts im Museum". Als besondere Abendveranstaltung des Jubiläums wird dieses Format erstmals in dieser Form angekündigt. Der historische Rundlokschuppen wird sanft beleuchtet; Konturen, Führerstände und technische Details treten in einer Atmosphäre hervor, die bei Tageslicht kaum entstehen kann. Besonders eindrucksvoll dürften die beleuchteten Szenen der Modellbahnanlagen wirken. Kleine Häuser, Bahnhöfe und Landschaften bekommen im Dunkeln eine eigene Tiefe. Das Abendprogramm ist damit nicht bloß eine Verlängerung der Öffnungszeit, sondern ein neuer Blick auf bekannte Exponate - ruhiger, stimmungsvoller und möglicherweise gerade für Fotografie- und Technikbegeisterte interessant. Sonntag: Gastfahrzeuge und ein neuer Rottenwagen Am Sonntag rücken große Fahrzeuge in den Mittelpunkt. Angekündigt sind Gastfahrzeuge der Schweizerischen Südostbahn, der ÖBB sowie von Plasser & Theurer. Um 11 Uhr soll auf der Drehscheibe ein historischer Rottenwagen der Freilassinger Firma Robel Bahnbaumaschinen als Dauerleihgabe an die Lokwelt übergeben werden. Rottenwagen gehörten zum Arbeitsalltag der Bahn: Sie dienten den sogenannten Rotten - den Arbeitsgruppen für Bau und Unterhaltung der Gleise - als Transport- und Arbeitsfahrzeuge. Die Dauerleihgabe erweitert die Sammlung daher um ein Fahrzeug, das nicht für schnellen Reiseverkehr oder repräsentative Fernzüge steht, sondern für die oft unsichtbare Arbeit an der Infrastruktur. Ohne Gleisbau, Wartung und Reparatur könnte kein Zug sicher fahren. Gerade in Freilassing, wo Robel seit Generationen mit Bahnbaumaschinen verbunden ist, besitzt ein solches Exponat einen unmittelbaren regionalen Bezug. Nach der Übergabe wird die Elektrolokomotive E 44 beziehungsweise 244 051-9 im Freien präsentiert. Musikalisch begleiten die "Susiphoniker" das Gelände; ihr mobiler Auftritt beginnt um 11 Uhr an der Drehscheibe. Um 14 Uhr spricht Frank Zwintzscher, Kurator für Schienenverkehr am Deutschen Museum, im Seminarraum über "Gemeinsam auf Schiene: 20 Jahre Deutsches Museum in der Lokwelt". Um 14.45 Uhr folgt am Gleisstand 9 der Beitrag des Bahnhistorikers Bernd Mühlstraßer über die berühmte Lok LAG 1. Eine Modellbahnbörse bietet Sammlern zusätzlich Gelegenheit zum Suchen, Fachsimpeln und Entdecken. Mehr als Nostalgie: Warum die Lokwelt wichtig bleibt Ein Eisenbahnmuseum bewahrt nicht nur Fahrzeuge. Es hält Wissen über Berufe, Technik, Mobilität und gesellschaftlichen Wandel fest. Die ausgestellten Lokomotiven erzählen von Industrialisierung, Elektrifizierung, Reisen und Arbeit. Der Rundlokschuppen wiederum zeigt, welche Infrastruktur erforderlich war, um den Bahnbetrieb Tag für Tag aufrechtzuerhalten. Gerade heute, da über Verkehrswende, Klimaschutz, internationale Bahnverbindungen und die Zukunft des Schienenverkehrs diskutiert wird, kann der Blick zurück Orientierung geben. Die Geschichte zeigt, wie stark technische Entwicklung Regionen verändern kann - und wie schnell Arbeitsplätze, Wissen und Bauwerke verschwinden können, wenn ihre Bedeutung nicht rechtzeitig erkannt wird. Die Lokwelt hat in den vergangenen 20 Jahren bewiesen, dass historische Technik nicht hinter Absperrbändern erstarren muss. Drehscheibenfahrten, Parkbahn, Modellbau, Vorträge und ehrenamtliche Werkstattarbeit schaffen Begegnungen. Kinder können Dinge ausprobieren, Erwachsene Erinnerungen wiederfinden, Fachleute Wissen weitergeben. Genau darin liegt die Stärke des Mottos "Abenteuer Eisenbahn für alle Generationen". Lesermeinungen: Welche Erinnerungen verbindet die Region mit der Lokwelt? Bayern Regional News möchte zum Jubiläum nicht nur Veranstalter und Fachleute zu Wort kommen lassen, sondern vor allem die Menschen aus Freilassing und dem Berchtesgadener Land. Konkrete, zur Veröffentlichung freigegebene Leserzitate liegen unserer Redaktion vor dem Fest noch nicht vor. Deshalb erfinden wir keine vermeintlichen Stimmen. Stattdessen laden wir unsere Leserinnen und Leser ausdrücklich ein, ihre eigenen Erfahrungen und Einschätzungen zu teilen. Was war Ihr schönstes Erlebnis in der Lokwelt? Erinnern Sie sich an die Eröffnung im September 2006, an einen Drehscheibentag, eine Fundsachenversteigerung oder eine Fahrt mit der Parkbahn? Welche Angebote wünschen Sie sich für die kommenden Jahre? Sollte "Nachts im Museum" regelmäßig stattfinden? Und welche Bedeutung hat die Lokwelt Ihrer Meinung nach für Freilassing als frühere Eisenbahnerstadt? Aus redaktioneller Sicht dürften für Familien vor allem ein bezahlbares, verständliches und abwechslungsreiches Programm, für Eisenbahnfans die Gastfahrzeuge und technischen Vorführungen und für viele Einheimische der Erhalt des historischen Lokschuppens wichtig sein. Ob sich dieses erwartbare Stimmungsbild bestätigt, wird sich aber erst durch echte Rückmeldungen zeigen. Bayern Regional News wird Lesermeinungen klar als solche kennzeichnen und kann sie nach dem Jubiläumswochenende in die weitere Berichterstattung aufnehmen. Besucherhinweis Das Jubiläumswochenende findet am Samstag, 19. September, und Sonntag, 20. September 2026, jeweils von 10 bis 17 Uhr in der Lokwelt Freilassing, Westendstraße 5, statt. Der Eintritt kostet nach Veranstalterangaben 7 Euro, ermäßigt 5 Euro; Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Die Preise gelten pro Tag. "Nachts im Museum" ist für Samstag von 19 bis 22 Uhr angekündigt. Wichtiger aktueller Hinweis: Auf ihrer Internetseite meldet die Lokwelt derzeit einen technischen Defekt an der hauseigenen H0-Modellbahnanlage. Obwohl die Anlage im Jubiläumsprogramm aufgeführt ist, empfiehlt sich kurz vor dem Besuch ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Museums. Programmänderungen bleiben grundsätzlich möglich. Bayern Regional News bleibt am Ball 20 Jahre Lokwelt sind ein Grund zum Feiern, aber auch ein Anlass, nach vorne zu schauen. Wie entwickelt sich das Museum weiter? Welche Rolle spielen Ehrenamt, Stadt und Deutsches Museum in Zukunft? Welche Geschichten sollen für die nächste Generation bewahrt werden? Bayern Regional News begleitet das Jubiläum und bleibt bei diesen Fragen am Ball. BAYERN REGIONAL NEWS Nachrichten aus der Region - nahbar, schnell und kompetent. | bayregnews.de Quellen und Recherchestand Diese Quellenübersicht dient der redaktionellen Nachprüfung. Veranstaltungsangaben wurden am 8. September 2026 geprüft. Da sich Programme kurzfristig ändern können, sollten Uhrzeiten und einzelne Programmpunkte vor der Veröffentlichung beziehungsweise unmittelbar vor dem Besuch erneut beim Veranstalter kontrolliert werden. Lokwelt Freilassing: 20 Jahre Lokwelt - das wird gefeiert! https://lokwelt.freilassing.de/20-jahre-lokwelt-das-wird-gefeiert/ Lokwelt Freilassing: Abenteuer Eisenbahn - Wir feiern 20 Jahre Lokwelt (19. September) https://lokwelt.freilassing.de/veranstaltung/abenteuer-eisenbahn-wir-feiern-20-jahre-lokwelt-freilassing/ Lokwelt Freilassing: Abenteuer Eisenbahn - Wir feiern 20 Jahre Lokwelt (20. 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Datum: 08.09.2026 Quelle: Bayregnews