Hilferufe fordern Polizei und Bergwacht
Piding – Hilferufe fordern Polizei und Bergwacht
Am Samstag, den 13.06.2026, gingen gegen 11:40 Uhr bei der Integrierten Leitstelle des Rettungsdienstes in Traunstein und bei der polizeilichen Einsatzzentrale mehrere Mitteilungen über Hilferufe im Bereich Piding ein. Diese sollen aus dem Bereich Fuderheuberg kommen. Eine genaue Lokalisierung der Hilferufe konnte jedoch nicht erfolgen.
Aufgrund der Vielzahl an Meldungen musste von einer tatsächlichen Notlage ausgegangen werden, weshalb neben einer Streife der Polizeiinspektion Bad Reichenhall auch die Alpine Einsatzgruppe Ost und die Bergwacht Bad Reichenhall und Freilassing alarmiert wurde. Zudem wurden die Rettungsmannschaften durch einen Polizeihubschrauber mit Wärmebildtechnik unterstützt, sowie die Drohne der Bergwacht Region Chiemgau angefordert.
Schließlich konnte gegen 12:50 Uhr ein 30-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis durch ein Fußtrupp der Bergwacht aufgefunden werden. Ermittlungen ergaben, dass dieser bereits am frühen Morgen – bei schlechten Wetterverhältnissen - zur Besteigung des Fuderheubergs begab, jedoch vom Weg abkam und sich entschloss über wegloses Gelände weiter aufzusteigen. An einer Felswand angekommen kam er im steilen Gelände bei rutschigen Verhältnissen und schlechtem Schuhwerk zu Sturz und fiel dabei über ca. 70 Höhenmeter ab. Glücklicherweise kam er noch vor einer senkrechten Felswand zum Liegen, verlor jedoch aufgrund multiplen Verletzungen zwischenzeitlich das Bewusstsein. Einen Notruf mittels Handy konnte der Verletzte aufgrund dessen Verlust nicht absetzten.
Die Einsatzkräfte der Bergwacht sicherten den Verletzten im steilen Gelände und stellten die Erstversorgung und den Wärmeerhalt sicher.
Der Verletzte konnte schließlich nach notärztlicher Versorgung mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 geborgen und in ein nahegelegenes Krankenhaus geflogen werden.
Der Unfall wurde durch einen Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe Ost aufgenommen.