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Vorschau CSD in Freilassing

Schreiben BAYERN REGIONAL NEWS Bayregnews.de Bunt, laut und politisch: Zweiter Christopher Street Day zieht durch Freilassing Demonstrationszug, politische Reden, Musik, Comedy und Drag-Shows: Am Samstag, 12. September 2026, wird der Freilassinger Rathausplatz erneut zum Treffpunkt für Vielfalt, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt Freilassing – Nach der Premiere im vergangenen Jahr steht Freilassing am Samstag, 12. September 2026, erneut ganz im Zeichen des Regenbogens: Der Christopher Street Day geht in seine zweite Runde. Unter dem Motto „unübersehbar, unüberhörbar“ wollen die Organisatoren gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung und für die Sichtbarkeit queerer Menschen setzen. Treffpunkt ist der Rathausplatz, das öffentliche Programm beginnt um 13 Uhr. Geplant ist eine Mischung aus politischer Demonstration, Kundgebung, Redebeiträgen und Unterhaltung. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft haben die Veranstalter mehrere Musik-, Comedy- und Drag-Auftritte angekündigt. Damit soll der zweite Freilassinger CSD nicht nur politische Forderungen auf die Straße tragen, sondern auch einen Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Feiern schaffen. Auftakt um 13 Uhr auf dem Rathausplatz Bereits von 11 bis 12.30 Uhr laufen auf dem Rathausplatz die Aufbauarbeiten. Technik, Organisationsteam und beteiligte Gruppen bereiten in dieser Zeit die Bühne sowie das Veranstaltungsgelände vor. Die offizielle Eröffnung des zweiten CSD Freilassing ist für 13 Uhr vorgesehen. Die Versammlungsleitung wird die Besucher begrüßen und über den weiteren Ablauf informieren. Eine halbe Stunde später, um 13.30 Uhr, soll sich der Demonstrationszug durch die Stadt in Bewegung setzen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Forderungen nach Gleichberechtigung, Akzeptanz und einem diskriminierungsfreien Leben. Gerade außerhalb der großen Städte sei Sichtbarkeit besonders wichtig, betonen queere Initiativen immer wieder. Viele Menschen in ländlichen Regionen hätten noch immer nur wenige Anlaufstellen und Begegnungsmöglichkeiten. Veranstaltungen wie der CSD sollen deshalb nicht nur für Aufmerksamkeit sorgen, sondern auch Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind. Die genaue Durchführung des Demonstrationszuges richtet sich nach den Anweisungen der Versammlungsleitung und der Einsatzkräfte vor Ort. Entlang der Strecke kann es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen oder kurzfristigen Sperrungen kommen. Großes Bühnenprogramm ab 15 Uhr Nach der Rückkehr des Demonstrationszuges beginnt um 15 Uhr die Kundgebung auf dem Rathausplatz. Jess und Sasha vom Organisationsteam übergeben das Bühnenprogramm anschließend an die angekündigte Moderation mit Lily Hightower und Miss Morita Maschinella. Bereits ab 15.10 Uhr folgen mehrere politische Redebeiträge. Zunächst ist ein Grußwort des Freilassinger Bürgermeisters beziehungsweise einer Vertretung eingeplant. Für 15.15 Uhr ist außerdem eine Rede des Bürgermeisters der österreichischen Nachbarstadt Oberndorf angekündigt. Damit erhält der CSD auch einen grenzüberschreitenden Charakter. Freilassing und das benachbarte Salzburger Land sind im Alltag eng miteinander verbunden. Dass neben regionalen Gruppen auch Gäste aus Oberndorf und Salzburg im Programm vorgesehen sind, unterstreicht diesen gemeinsamen Blick über die Landesgrenze hinweg. Um 15.20 Uhr sollen Georgina und Berni von der Linken sprechen. Anschließend beginnt der erste Unterhaltungsblock: Ab 15.30 Uhr ist ein gemeinsamer Drag-Auftritt von Venezia Velour und Morita Maschinella vorgesehen. Nach einer kurzen Moderations- und Umbaupause folgt um 15.40 Uhr ein musikalischer Auftritt von Laurin Carol Roxanne. Während der Pause soll unter anderem auf Spendenmöglichkeiten hingewiesen und den Unterstützern sowie Sponsoren der Veranstaltung gedankt werden. Reden des Organisationsteams, Comedy und Live-Musik Um 16 Uhr soll Jess als Veranstalterin beziehungsweise Veranstalter des CSD Freilassing das Wort ergreifen. Erwartet wird ein persönlicher und zugleich politischer Beitrag über die Bedeutung queerer Sichtbarkeit in Freilassing und im Berchtesgadener Land. Für 16.10 Uhr ist ein Comedy-Auftritt von Christiane Horn angekündigt. Danach spricht um 16.20 Uhr Sasha aus dem Organisationsteam des CSD Freilassing. Musikalisch geht es um 16.30 Uhr mit King Divide weiter. Das Programm verbindet damit bewusst ernsthafte gesellschaftliche Themen mit Musik, Humor und Unterhaltung. Diese Mischung gehört traditionell zum Charakter vieler Christopher Street Days: Sie sind politische Demonstrationen und zugleich öffentliche Feste, bei denen Vielfalt selbstbewusst sichtbar gemacht wird. Im derzeit vorliegenden Ablaufplan sind für 16.45 Uhr sowohl ein Drag-Auftritt von David als auch eine Rede von Janina von SchwuBiLes Pforzheim eingetragen. Die endgültige Reihenfolge dieser beiden Programmpunkte dürfte vor Ort durch die Moderation bekannt gegeben werden. Bereits um 16.50 Uhr folgt ein weiterer Drag-Auftritt von Morita Maschinella und Venezia Velour. Um 17 Uhr steht Laurin Carol Roxanne erneut auf der Bühne. Auch Stimmen aus Freilassing und Salzburg angekündigt Der letzte Programmabschnitt beginnt um 17.20 Uhr mit einer Rede von Sri von den Grünen Freilassing. Um 17.30 Uhr ist eine Drag-Show von Lily Hightower geplant. Auch die österreichische Seite der Grenzregion soll noch einmal zu Wort kommen: Für 17.40 Uhr ist ein Beitrag von Rico von Volt Salzburg vorgesehen. Ein weiterer Redebeitrag ist laut Ablaufplan für 17.50 Uhr angesetzt. Gegen 17.55 Uhr wollen Jess und Sasha gemeinsam die abschließende Danksagung übernehmen. Das offizielle Bühnenprogramm und die angemeldete Versammlung sollen um 18 Uhr enden. Anschließend beginnt der Abbau auf dem Rathausplatz, der voraussichtlich bis etwa 18.30 Uhr dauern wird. Nach einer zusätzlich veröffentlichten Veranstaltungsübersicht ist ab 18.30 Uhr eine Afterparty im „Das Post“ mit Karaoke, Musik sowie Essen und Getränken vorgesehen. Der Eintritt soll demnach frei sein. Besucher sollten kurzfristige Änderungen über die Kanäle des Veranstalters beachten. Rückblick: Friedliche Premiere in Freilassing Der erste CSD in Freilassing fand im September 2025 statt. Rund 100 Menschen beteiligten sich damals an dem Demonstrationszug, der vom Rathausplatz durch die Fußgängerzone und anschließend zurück zum Ausgangspunkt führte. Die Premiere verlief friedlich und ohne bekannte Störaktionen. Neben dem Demonstrationszug gab es Informationsangebote, politische Reden, einen queeren Poetry-Slam und mehrere Drag-Shows. Bereits damals gehörten Lily Hightower, Morita Maschinella und Venezia Velour zum Unterhaltungsprogramm. Auch regionale Parteien und gesellschaftliche Initiativen nutzten die Veranstaltung, um Stellung für Vielfalt und gegen Diskriminierung zu beziehen. Für eine erste Veranstaltung in einer Stadt dieser Größe war die Resonanz beachtlich. Entscheidend war jedoch nicht allein die Zahl der Teilnehmer: Der CSD brachte ein Thema sichtbar in die Freilassinger Innenstadt, das im ländlichen Raum häufig weniger öffentlich wahrgenommen wird als in Großstädten wie München, Nürnberg oder Salzburg. Mit der zweiten Auflage soll nun gezeigt werden, dass es sich nicht um eine einmalige Aktion gehandelt hat. Das gegenüber dem Vorjahr deutlich umfangreichere Bühnenprogramm deutet darauf hin, dass die Organisatoren die Veranstaltung weiterentwickeln und dauerhaft in Freilassing etablieren möchten. Ein ganzer Pride-Sommer in der Region Der CSD Freilassing stand 2026 zudem nicht für sich allein. Gemeinsam mit Queergaden und Queer Traunstein beteiligte sich das Freilassinger Team an einem regionalen Pride Month für die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein. Zum gemeinsamen Veranstaltungskalender gehörten unter anderem ein Ausflug zur KZ-Gedenkstätte Dachau mit einem Themenrundgang zu queeren Schicksalen, „Jodeln für alle“ in Berchtesgaden, Yoga und Brunch, ein queerer Barabend, eine Filmvorführung, ein Wanderausflug, ein Drag-Pub-Quiz sowie die Christopher Street Days in Traunstein und Berchtesgaden. Die einzelnen Veranstaltungen wurden jeweils von unterschiedlichen örtlichen Initiativen getragen, waren jedoch Teil der gemeinsam beworbenen regionalen Pride-Reihe. Damit ging es nicht ausschließlich um Demonstrationen. Die Veranstalter wollten auch niederschwellige Möglichkeiten schaffen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und queeres Leben in der Region auf unterschiedliche Weise sichtbar zu machen. 350 Menschen beim CSD in Traunstein Der siebte Christopher Street Day in Traunstein fand am 25. Juli 2026 unter dem Motto „Gemeinsam bunt statt einsam grau“ statt. Rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen friedlich durch die Innenstadt. Im Anschluss wurden rund um das Café Festung Musik, politische Redebeiträge und eine Podiumsdiskussion angeboten. Nach Angaben der Veranstalter und der Polizei verliefen der Demonstrationszug und das weitere Programm friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Entlang der Strecke gab es Applaus und aufmunternde Zurufe aus der Bevölkerung. Rund 300 Teilnehmer in Berchtesgaden Auch der zweite CSD in Berchtesgaden am 8. August 2026 zog zahlreiche Menschen an. Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich am Salinenplatz und zogen anschließend laut, bunt und friedlich durch den Ort. Neben dem Demonstrationszug gehörten politische Reden, Musik, Drag-Auftritte und eine Aftershow-Veranstaltung zum Programm. Trotz der ernsten gesellschaftlichen Themen wurde die Veranstaltung als offenes Fest der Vielfalt wahrgenommen. Vertreter aus Vereinen, Politik und queeren Organisationen beteiligten sich ebenfalls. Die bisherigen Veranstaltungen in Freilassing, Traunstein und Berchtesgaden zeigen damit ein ähnliches Bild: friedliche Demonstrationszüge, ein vielfältiges Rahmenprogramm und eine zunehmende Vernetzung der queeren Initiativen in Südostbayern und im angrenzenden Salzburger Land. Mehr als ein Straßenfest Auch wenn Musik, Drag und Comedy einen großen Teil des Freilassinger Programms ausmachen, bleibt der Christopher Street Day in erster Linie eine politische Demonstration. Es geht um gleiche Rechte, gesellschaftliche Akzeptanz und den Schutz vor Ausgrenzung und Gewalt. Für Freilassing bedeutet die Veranstaltung zugleich eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie Vielfalt in einer kleineren Stadt gelebt werden kann. Während große CSD-Paraden längst zum festen Jahresprogramm vieler Metropolen gehören, braucht es im ländlichen Raum häufig besonders viel ehrenamtliches Engagement, um vergleichbare Angebote aufzubauen. Der zweite Freilassinger CSD will deshalb nicht nur laut und bunt sein. Er soll auch Menschen erreichen, die sich bislang nicht mit dem Thema beschäftigt haben, Fragen haben oder einfach ein Zeichen für ein respektvolles Miteinander setzen möchten. Die wichtigsten Informationen auf einen Blick Veranstaltung: Zweiter Christopher Street Day Freilassing Datum: Samstag, 12. September 2026 Treffpunkt: Rathausplatz Freilassing Offizielle Eröffnung: 13 Uhr Start des Demonstrationszuges: 13.30 Uhr Beginn der Kundgebung und des Bühnenprogramms: 15 Uhr Ende der Versammlung: 18 Uhr Voraussichtlicher Abbau: bis 18.30 Uhr Geplante Afterparty: ab 18.30 Uhr im „Das Post“ Motto: „unübersehbar, unüberhörbar“ Bei sämtlichen Uhrzeiten handelt es sich um den derzeit veröffentlichten Zeitplan. Kurzfristige Änderungen, Verschiebungen oder Anpassungen einzelner Auftritte sind möglich. Bayern Regional News bleibt am Thema dran und berichtet über den zweiten Christopher Street Day in Freilassing sowie über mögliche Änderungen am Programm. Was denken Sie über den Christopher Street Day in Freilassing? Sind solche Veranstaltungen gerade auch im ländlichen Raum wichtig? Schreiben Sie uns Ihre Meinung – sachlich, respektvoll und fair. Bayern Regional News Der regionale Puls – unabhängig, authentisch und vor Ort. Bayregnews.de

Datum: 08.09.2026 Quelle: Bayregnews